Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie | Berlin

Campus Bildung Feuerwehr

Die städtebauliche Leitidee ist es, die  Besonderheit der Gesamtanlage zu stärken und diese rücksichtsvoll und dennoch wahrnehmbar zu ergänzen und abzuschließen. Ein Turm als Ende der Flughafenrandbebauung an der südwestlichen Grundstücksgrenze stellt hierbei den markantesten Baustein dar. Er gibt der linearen und repetitiven Abwicklung der bestehenden Randbebauung einen räumlichen Abschluss und erzeugt durch den Kontrast zwischen Horizontale und Vertikale eine volumetrische Spannung, die die  Besonderheit der bestehenden Bandstruktur hervorhebt. Im gleichen Zuge erzeugt die städtebauliche Setzung eine  eindeutige und eigenständige Adresse mit  hohem Wiedererkennungs- und Repräsentationswert: sie stellt durch die Großmaßstäblichkeit eine Verbindung zu den großen Hangarvolumen her. Entlang der nördlichen Grundstücksgrenze ist eine   modulare und lineare Randbebauung in Anlehnung an die denkmalgeschützten Annexbauten vorgesehen. Diese dienen ebenso wie die Annexbauten als dienende Einheiten für Hauptflächen – in diesem Fall den großen Übungs- und Multifunktionsbereichen – und schirmen die Fläche nach außen ab.

Eine  öffentlich begehbare Freifläche an der nordöstlichen Grundstücksecke ermöglicht von der Parallelstraße West aus Einblicke in den Ausbildungsalltag und trägt so der  positiven Außenwirkung der Akademie zu. Verstärkt wird dieser Ansatz durch einen  öffentlichen Aussichtsturm, der Assoziationen zum Flughafen (-Tower) weckt und als Gelenk in der städtebaulichen Setzung fungiert: die sich südlich anschließende neue Fahrzeughalle der Feuerwache ist um 90° gedreht und von der Straßenkante zurückversetzt. Der Bestandsbau L wird so in der räumlichen Wahrnehmung  respektvoll freigespielt und bleibt als besonderes Gelenkgebäude dauerhaft erlebbar. 

  • Städtebauliches Gutachterverfahren | 2023
  • Auslober: Land Berlin, vertr. durch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Zusammenarbeit mit Tegel Projekt GmbH
  • Architekten: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.gesellschaft von architekten mbH, Berlin
  • Größe: 7,8 ha
  • Präferenzkonzept

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KUULA Landschaftsarchitekten
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